Plastik

2018 hat die EU-Kommission endlich eine Plastikstrategie vorgelegt, mit der die Unmengen an Plastik in der Umwelt verringert werden sollen. Besser spät als nie, aber die vorgeschlagenen Maßnahmen sind bei weitem nicht ausreichend. Ich will mich hier für anspruchsvollere Ziele und strengere Regeln einsetzen. Mit Appellen an die Mitgliedsstaaten ist es nicht getan; es braucht strikte Vorgaben und Stichtagsregelungen. Umweltschädliche Produkte und Substanzen müssen – wie schon bei der REACH-Richtlinie für Chemikalien – vom Markt genommen werden. Zusätze, die Recycling verhindern oder erschweren, gilt es zu überprüfen. Unnötige Doppelt- und Dreifachverpackungen können mit einer Sonderabgabe belegt werden. Denn: wie sollen wir je zu einer Kreislaufwirtschaft kommen, wenn wir nicht endlich anfangen, den Überfluss zu verringern? In Häfen brauchen wir kostenlose Möglichkeiten der Plastikmüllentsorgung. Und Fischerboote, die vagabundierende Geisternetze einsammeln, sollten dafür einen finanziellen Anreiz bekommen. Aber machen wir uns nichts vor: mit all diesen Maßnahmen werden wir das bereits in der Umwelt vorhandene Plastik nur wenig reduzieren können. Ich will aber mithelfen, dafür zu sorgen, dass es nicht noch mehr wird!

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