Spezies der Woche #1 (KW5-2020): Das Rothuhn

Verbreitungsstatus In Rheinland-Pfalz ausgestorben
Restvorkommen Zwei Exemplare in NRW, wenige Exemplare in Hessen
Letzte Sichtung in Rlp 2008
Lebensraum Halboffene Landschaft mit Unterholz
Bedrohung Industrielle Landwirtschaft, Insektensterben, Flächenverbrauch, Klimawandel

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Das Rothuhn gilt in Rheinland-Pfalz und der ganzen Bundesrepublik als ausgestorben. Lediglich sieben Exemplare wurden in den letzten Jahren in NRW und Hessen nachgewiesen. In Frankreich, Italien und Spanien gilt es als präsente Art.

Das Rothuhn ist ein Bodenbrüter, das sich Nestmulden anlegt. Mit Kiebitz und Feldlerche konkurriert es im Frühling um die wenigen geschützten Zugänge zum unbewachsenen Boden. Daher werden Nester häufig auf Feldern angelegt und dort von durchfahrenden Traktoren zerstört. Die Jungvögel werden überwiegend mit Insekten gefüttert. Durch das Insektensterben herrscht Nahrungsmangel. Zusätzlich verbringt diese Vogelart ein Viertel des Tages mit Gefiederpflege und ist daher auf ein Gewässer in Nestnähe angewiesen. Ungestörte Plätze mit Sandboden, reichlich Insekten und Zugang zu sauberen Wasser in Flugnähe sind Standortfaktoren, die in der wenig strukturierten Agrarlandschaft sehr selten geworden sind.

Politisch notwendig:
• Agrarsubventionen für kleinteiligere und/oder ökologische Landwirtschaft
• Unterstützung von sog. Lerchenfenstern
• Verringerung von Bauen im Außenbereich
• Maßnahmen gegen den Klimawandel
Bild :Juan Lacruz

Eine Übersicht über alle Spezies der Woche findet ihr hier.