Corona/Impfstrategie: Grüne/EFA fordern mehr europäische Zusammenarbeit und Geschlossenheit

Pressemitteilung:

Die Grüne/EFA-Fraktion im Europäischen Parlament fordert vor der heutigen (Dienstag, 19. Januar, ab 8:30 Uhr) Plenardebatte über die globale Impfstrategie mehr europäische Zusammenarbeit und Geschlossenheit, schnellere Impfung von Hochrisikogruppen, koordinierte Kontaktreduktionen und Strategien für Schnelltests und die Suche nach Mutationen sowie eine globale Impfstrategie.

 

Jutta Paulus, Pharmazeutin und Grünen/EFA-Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, kommentiert:

 

„Die Europäische Union kann die Corona-Krise nur mit vereinten Kräften stemmen. Impulsive nationale Alleingänge helfen nicht bei der Eindämmung der Pandemie. Im vergangenen Frühjahr standen Pflegekräfte in Grenzgebieten auf ihrem täglichen Arbeitsweg stundenlang im Stau, Lebensmittel und Medikamente steckten an Grenzen fest. Wir brauchen mehr europäische Zusammenarbeit und Geschlossenheit im Handeln. Hochrisikogruppen müssen schneller geimpft werden, es muss koordinierte Kontaktreduktionen geben, wir brauchen systematischere Strategien für Schnelltests und die Suche nach Mutationen und die Daten müssen auf EU-Ebene gesammelt und ausgewertet werden.

 

Es ist Zeit für eine Europäische Gesundheitsunion. Wir begrüßen, dass die EU-Mitgliedstaaten gemeinsam Impfstoffe eingekauft haben. Sie müssen jetzt verstärkt zusammenarbeiten, um die Fallzahlen nachhaltig europaweit zu senken. Statt variierender Pingpong-Lockdowns, mit denen die Ausbreitung nur verlagert wird, brauchen wir eine koordinierte Anstrengung. Grenzschließungen halten das Virus nicht auf.

 

Niemand ist sicher, bevor nicht alle sicher sind. Die globale Impfinitiative COVAX braucht schnellstmöglich mehr finanzielle und logistische Unterstützung. Solidarität und eine globale Impfstrategie unter dem Dach der Vereinten Nationen sind der richtige Weg, um diese Pandemie zu beenden.“