Pressemitteilung: Mini-Atomkraftwerke – unrealistisch, teuer und unnötig

Strasbourg, 10.03.2026

Mini-Atomkraftwerke: unrealistisch, teuer und unnötig

Zur heutigen Vorstellung des Plans der EU-Kommission zu Mini-Atomkraftwerken, erklärt die atompolitische Sprecherin der Fraktion Die Grünen/EFA im Europäischen Parlament, Jutta Paulus:

„Mini-Atomkraftwerke sind unsicher, teuer und bisher nichts weiter als Power-Point-Fantasien. Man fühlt sich fast wie bei Weihnachten bei den Hoppenstedts: viel Tamtam, ein bisschen Lametta und am Ende verpufft alles.

Kein einziges Modell ist in der EU zugelassen, die Bauzeiten sind unsicher und können keinen Strom in den nächsten Jahrzehnten liefern. Das ist viel zu spät für die Klimaziele 2030 oder 2050. Gleichzeitig sind die Kosten enorm: Ein Beispiel zeigt 16.000 Euro pro Kilowatt, während Wind und Sonne nur 1.000 bis 2.000 Euro pro Kilowatt kosten. Die Bürgerinnen und Bürger verdienen günstige, saubere und sichere Energie.

Mini-Atomkraftwerke sind auch keine flexible Ergänzung für erneuerbare Energien und stellen ein absolutes Sicherheitsrisiko dar. Sie brauchen viel Kühlwasser und wären potenzielle Ziele für Terroristen. Hinzu kommt die Abhängigkeit von speziell angereichertem Uran, das größtenteils aus Putins Russland stammt.

Erneuerbare Energien bedeuten darum auch Sicherheit und Freiheit. Sonne und Wind kann Putin nicht den Hahn abdrehen und Bombardierungen hinterlassen keine Strahlenwüste.“