PRESSEMITTEILUNG: Recycling allein macht noch keine Kreislaufwirtschaft

PRESSEMITTEILUNG, Mittwoch, 11. März 2020 – Brüssel
Recycling allein macht noch keine Kreislaufwirtschaft
Heute wird die Europäische Kommission ihren Aktionsplan zur Kreislaufwirtschaft vorstellen.
Soeben hat der European Academies Science Advisory Council (EASAC) seinen Bericht zu Plastikverpackungen in der Kreislaufwirtschaft veröffentlicht. In diesem verdeutlicht der EASAC, dass wir einen grundlegenden Systemwandel benötigen, um die Plastikkrise unter Kontrolle zu bekommen. Erstmals haben führende Wissenschaftler*innen aus 28 Ländern die Stoffströme von Plastik untersucht.
 
 
Hierzu kommentiert die Europaabgeordnete Jutta Paulus:

„Endlich rückt das Thema Plastikmüll mehr in den Fokus der Öffentlichkeit und Politik. Doch wenn wir Kreislaufwirtschaft nur auf Recycling begrenzen, werden wir das Problem nicht in den Griff bekommen. Wir brauchen verpflichtende, politische Hebel, um den Einsatz von Plastik nachhaltig zu reduzieren und den Eintrag von Plastik in die Umwelt auf Null zu bringen. Wir wissen heute, dass Plastik in unserem Trinkwasser, unserer Atemluft und in unseren Nahrungsmitteln landet. Europaweite Pfandsysteme und drastische Begrenzungen von Einwegplastik müssen jetzt auf den Weg gebracht werden.
 
Die weltweite Plastikproduktion ist seit den 1960er Jahren von 1,5 Millionen auf 400 Millionen Tonnen pro Jahr angestiegen. Ich erwarte von der Europäischen Kommission, dass sie die Ergebnisse des European Academies Science Advisory Council in ihrem Aktionsplan zur Kreislaufwirtschaft umsetzt.“
 
 
Weitere Informationen:
 
Der soeben veröffentlichte Bericht von EASAC kann hier heruntergeladen werden:
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