Spezies der Woche #124 – Sperbergrasmücke

Sperbergrasmücken sind keine Mücken, sondern eine vor allem in Ostdeutschland vorkommende Vogelart. Weil Sperbergrasmücken sehr spezielle Ansprüche an ihren Lebensraum stellen, sind sie selten. Die Männchen bauen in dichten, dornigen Sträuchern mehrere Nester. Sie möchten dafür aber nicht nur genug Platz haben, sondern bauen nur an Standorten mit mindestens einem hohen Ausguck in der Nähe. Auch hinsichtlich der Arten in der Nachbarschaft haben sie Vorlieben. Ihre bevorzugten Nachbarn sind Neuntöter. […]

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Spezies der Woche #123 – Wechselkröte

Die Wechselkröte hat eine besondere Eigenschaft: Sie kann ihr Erscheinungsbild je nach Farbe ihrer Umgebung ändern und heller oder dunkler werden. Die Kröte ist so in Ruhestellung nur schwer zu entdecken. Sie ist aber auch in anderen Belangen sehr wechselhaft. Zum Beispiel kann sie jahrelang an einem Ort wohnen, und auf einmal zieht sie ohne erkennbaren Grund los und wandert kilometerweit, um sich ein neues Zuhause zu suchen. […]

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Spezies der Woche #122 – Tannen – Glasflügler

Glasflügler sind Kleinschmetterlinge, deren Erscheinungsform weniger an einen Schmetterling als an eine Wespe erinnert. Diese Form der Nachahmung nennt man Mimikry. Glasflügler imitieren auch das Verhalten von Wespen, um sich vor Feinden zu schützen; manche von ihnen erzeugen sogar einen wespenähnlichen Brummton. Erkennungsmerkmal dieser Kleinschmetterlinge sind die großenteils durchsichtigen – eben glasklaren – Flügel, wie man sie sonst von Hautflüglern wie Wespen und Bienen kennt. Verbreitungsstatus […]

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Spezies der Woche #121 – Trauerschwan

Der Schwarzschwan oder auch Trauerschwan kommt ursprünglich aus Australien. Bei uns haben sich ausgesetzte und ausgebüxte Tiere mittlerweile zu einer sich selbst erhaltenden kleinen Population entwickelt. Mit seinem eleganten Schwanenhals und dem schwarzen Gefieder wird er vor allem in Parks gern als Ziervogel gehalten. Die Zahl wilder Brutpaare wird auf etwa 20 bis 30 geschätzt. Trauerschwäne brüten sogar im Winter. Die Art ist nicht invasiv, verdrängt also keine heimischen Arten, sondern bildet einen seltenen […]

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Spezies der Woche #119 – Lachs

„Lachs? Oh, lecker!“ So denken sicher viele Menschen. Aber da der Lachs bis zum Ende des 19. Jahrhunderts die wichtigste Fischart im Rhein und seinen Nebengewässern war, sollen sich Dienstmädchen der Legende nach geweigert haben, eine Stelle anzutreten solange nicht garantiert wurde, dass es auch andere Verpflegung als Lachs gab. Das Orientierungsvermögen des Lachses, der von den Küsten im Nordatlantik und […]

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Spezies der Woche #118 – Rohrweihe

Das attraktive Gefieder der Rohrweihen wird mit Farben aus dem Kaffeehaus beschrieben: Der Kopf der Rohrweihenweibchen ist cremefarben mit zimtbraunen Flecken, der Bauch der männlichen Tiere erinnert farblich an Milchschaum, und das restliche Gefieder ist mokka- bis schokobraun. Neben der Gefiederfarbe sind ihre V-förmige Flugsilhouette mit weit nach oben gestreckten Flügeln und der bodennahe, schaukelnde Segelflug ein sicheres Erkennungsmerkmal. Verbreitungsstatus in Rheinland-Pfalz selten Restvorkommen Vorderpfalz, Rhein-Main Raum Letzte Sichtung aktuell Lebensraum Offene Landschaft mit angrenzendem Schilfbereich […]

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Spezies der Woche #117 – Flachsnelke

Die Flachsnelke (Silene linicola) ist ein typisches Beikraut in Flachsfeldern. Flachs oder auch Lein wurde bis nach dem 2. Weltkrieg deutschlandweit angebaut, ist heute allerdings nur noch sehr selten zu sehen. Entsprechend ist auch das zugehörige „Unkraut“ in Deutschland ausgestorben. Umso überraschender ist es die Flachsnelke im botanischen Garten Mainz zu entdecken. Dort wird sie gezielt angebaut und um sie dauerhaft zu sichern in der Mainzer […]

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Spezies der Woche #116 – Rotbauchunke

Die Männchen der Rotbauchunke sind mit ihrem orange-rotgefärbten Unterseite und den herzförmigen Pupillen schon das ganze Jahr über kaum zu übersehen, laufen in der Balzzeit im Frühjahr aber zu Höchstform auf. Denn in der Balz ähneln sie Bodybuildern: ihnen wachsen besonders kräftig erscheinende, dunkle „Brunstschwielen“ an den Unterbeinen und den ersten beiden Zehen. Auch akustisch werden sie auffällig: auf dem Weg zu den Laichgewässern lassen sie […]

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Spezies der Woche #115 – Sprossender Donnarsbart

Der Sprossende Donnarsbart ist ein Hauswurzgewächs, das viele Namen trägt. Allerdings gibt es hier nicht, wie sonst üblich, viele regional unterschiedliche Bezeichnungen für eine wissenschaftlich einheitlich bezeichnete Art, sondern es ist genau anders herum: Weil man sich in der Botanik lange Zeit nicht einigen konnte, zu welcher Sektion der Hauswurzen der Sprossende Donnarsbart gehört, trug er mehr als zehn lateinische Bezeichnungen. Verbreitungsstatus in Rheinland-Pfalz ausgestorben Restvorkommen Schwäbische Alb, […]

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Spezies der Woche #114 – Auerrind

Auerrinder (auch bekannt als „Ur“) waren vermutlich die Vorfahren der heutigen Rinder und sind zu Beginn der Neuzeit endgültig ausgestorben. Sie. Als Haustiere waren Auerrinder aber unpraktisch: zu schnell, zu groß, zu schreckhaft, zu wenige Nachkommen. Daher begannen Menschen vor etwa 8000 Jahren, kleinere, ruhigere Tiere zu züchten. Die letzten Auerrinder lebten in entlegenen Gegenden in Polen, Russland und dem Baltikum. Da große Pflanzenfresser eine wichtige Rolle in vielen Ökosystemen haben, versucht man heute, durch Rückzüchtung Auerrind-ähnliche Tiere hervorzubringen. Verbreitungsstatus ausgestorben Restvorkommen […]

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