Erfolg für den Verbraucherschutz: EU-Parlament verteidigt klare Warnhinweise für Kosmetik und Schutz vor gefährlichen Chemikalien

Strasbourg, 22.10.2026

Erfolg für den Verbraucherschutz: EU-Parlament verteidigt klare Warnhinweise für Kosmetik und Schutz vor gefährlichen Chemikalien

Zum heute im EU-Parlament abgestimmten Trilog-Ergebnis zum Chemie-Omnibus erklärt die Pharmazeutin und umweltpolitische Sprecherin der Grünen im Europäischen Parlament, Jutta Paulus:

„Das ist ein Erfolg und ein Beweis dafür, dass sich der Einsatz gegen Deregulierung lohnt! Wir haben Druck gemacht, wir haben uns gegen den Abbau von Schutzstandards gewehrt, und wir haben etwas erreicht. Warnhinweise müssen lesbar bleiben, Kosmetika dürfen keine krebserregenden Stoffe enthalten. Das sind gute Nachrichten für uns Bürgerinnen und Bürger.

Wer im Baumarkt eine Lackdose kauft, muss die Warnhinweise lesen können, ohne eine Lupe zu brauchen. Wer sein Kind mit Sonnenmilch einreibt, sollte keine Angst haben müssen, wenn das Kind das heruntergetropfte Eis von der Haut leckt. Genau deshalb war es so wichtig, gegen die Deregulierungspläne der EU-Kommission mobilzumachen.

Natürlich ist das Ergebnis kein Grund, sich zurückzulehnen: Die Abverkaufsfristen für betroffene Produkte werden etwas verlängert. Aber bei den zentralen Schutzstandards konnten wir uns behaupten. Das zeigt: Deregulierung ist kein Selbstläufer. Wenn wir politischen Druck aufbauen, wenn Zivilgesellschaft, Umweltverbände und Engagierte gemeinsam dagegenhalten, können wir verhindern, dass der Gesundheitsschutz unter dem Deckmantel der Vereinfachung ausgehöhlt wird.

Das ist die Botschaft dieses Ergebnisses: Es lohnt sich, gegen den Abbau von Standards zu kämpfen. Verbraucherschutz ist keine lästige Bürokratie, sondern schützt Menschen ganz konkret in ihrem Alltag. Und genau dafür machen wir weiter Druck.“