EU-Kommission fährt Attacke auf Natur

PRESSEMITTEILUNG – Brüssel, 4. November 2026

Arbeitsprogramm 2027

EU-Kommission fährt Attacke auf Natur

Die Europäische Kommission öffnet in ihrem heute (Mittwoch, 4. November) vorgestellten Arbeitsprogramm Tür und Tor, um das zentrale Naturschutzgesetz der Europäischen Union abzuschwächen. Es drohen Deregulierungsattacken auf die Fauna-Flora-Habitat- und die Vogelschutzrichtlinie.

Jutta Paulus, Grünen/EFA-Schattenberichterstatterin für das Gesetz zur Wiederherstellung der Natur, kritisiert:

„Die EU-Kommission fährt eine Attacke auf die Natur. Kaum ist die Weltnaturschutzkonferenz beendet, kündigt die EU-Kommission an, den Europäischen Naturschutz noch weiter zu beschneiden. Es ist unglaubwürdig, bei der Naturschutzkonferenz Tempo zu machen, aber zuhause den Rückwärtsgang einzulegen.
Mit dem Naturschutzgesetz und der Vogelschutzrichtlinie greift die EU-Kommission zwei Anker des Europäischen Naturschutzes massiv an. Die Europäische Umweltagentur macht klar, dass gesunde Ökosysteme Innovationen, Investitionen und Beschäftigung schaffen. Die Europäische Zentralbank warnt, dass mangelnder Naturschutz die Preise in die Höhe treibt. Wer glaubt, im Namen der Wirtschaft zu handeln, darf nicht deren Geschäftsgrundlagen und Ressourcen vernichten. Natur ist kein Hindernis für Wohlstand, sie ist dessen Voraussetzung. Es gibt keine gesunde Wirtschaft ohne saubere Luft, fruchtbare Böden und trinkbares Wasser.“