Methanverordnung – Aussetzen bedeutet Geld verbrennen
PRESSEMITTEILUNG – Strasbourg, 6. Oktober 2026
Methanverordnung – Aussetzen bedeutet Geld verbrennen
Die von EU-Energiekommissar Dan Jørgensen angekündigte Aussetzung der EU-Methanverordnung um ein Jahr wird weder Gasspeicher auffüllen, noch die Heizkosten der Verbraucherinnen und Verbraucher senken. Das neue Gesetz würde die Öl-, Gas- und Kohleimporteure dazu verpflichten, Methanlecks zu messen, zu melden und zu beheben und so die Treibhausgasemissionen zu senken.
Jutta Paulus, Verhandlungsführerin des Europäischen Parlaments für den Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie, kommentiert:
„Wer inmitten einer Energiepreiskrise Gas entweichen oder abfackeln lässt, verbrennt Geld. Es ist absurd und unverständlich, die Umsetzung der Methan-Verordnung um ein Jahr zu verschieben. Das Aussetzen wird weder zusätzliches Gas in die EU bringen, noch die Heizkosten senken. Eine konsequente Umsetzung würde Gas, das heute noch durch Leckagen, Abfackeln oder Ablassen verloren geht, auf den Markt bringen und damit das Angebot erhöhen. Die EU-Kommission sollte sich nicht dem Druck der Öl- und Gasindustrie beugen. Mit der Ankündigung der Verschiebung hat die fossile Lobby Blut geleckt und stellt weitere Forderungen. Wer die Methan-Verordnung jetzt aussetzt, riskiert Europas Klimaziele und öffnet die Tür für weitere Verwässerungen.“