Wasser & Strom: Während Datenzentren boomen, zahlen die Haushalte die Rechnung

Brüssel, 03.06.2026

Wasser & Strom: Während Datenzentren boomen, zahlen die Haushalte die Rechnung

Zum soeben vorgestellten Tech Sovereignty Package der Europäische Kommission erklärt die umweltpolitische Sprecherin der Fraktion Die Grünen/EFA, Jutta Paulus:

„Rechenzentren sind wahre Strom- und Wasserfresser. Mit dem Boom der Künstlichen Intelligenz wird ihr Ressourcenverbrauch weiter explodieren, auch zu Lasten privater Haushalte. Es ist erschreckend, dass der Datenboom der Techbosse in Irland hunderte Euro Mehrkosten für private Haushaltskassen bedeutet. Deshalb brauchen wir endlich klare Regeln für mehr Effizienz und Transparenz. Geradezu obszön ist es, dass Daten zu Strom- und Wasserverbrauch von den Techbossen kurzerhand als Geschäftsgeheimnis deklariert werden.

Darum braucht es dringend das überfällige EU-Label, das klar macht, welche Rechenzentren sparsam mit Energie und Wasser umgehen und den Ausbau Erneuerbarer Energien voranbringen. Die EU-Kommission hinkt hinter ihren eigenen Vorgaben hinterher, weil innerhalb der Kommission Streit herrscht. Für mich ist klar: “Sauberer” Strom aus alten Atomkraftwerken darf im Effizienzlabel für Datenzentren keinen Platz haben, das wäre Greenwashing in Reinform. Die Rechnung zahlen die Stromkunden, denn mehr Nachfrage bedeutet höhere Preise. Während neue Wind- und Solarparks schnell gebaut sind, rechnet die Atomwirtschaft in Jahrzehnten. Und auch Atomkraftwerke sind absolute Wasserfresser.

Europa braucht weniger Verschwendung, nicht mehr Greenwashing. Die Kommission muss ihre eigenen Gesetze einhalten und jetzt handeln, damit der ausufernde Ressourcenverbrauch von Rechenzentren wirksam begrenzt werden kann.“