PRESSEMITTEILUNG: AKW Ostrovets: Kein Va-Banque-Spiel an unseren Grenzen!

PRESSEMITTEILUNG, Donnerstag, 11. Februar 2020 – Brüssel


AKW Ostrovets: Kein Va-Banque-Spiel an unseren Grenzen! 

Soeben hat das Europäische Parlament mit großer Mehrheit eine Resolution zum belarussischen Atomkraftwerk Ostrovets angenommen. Das nur 20 km von der EU-Grenze und 45 km von der litauischen Hauptstadt Vilnius gelegene AKW ist im November trotz mangelhafter Sicherheitsvorkehrrungen in Betrieb genommen worden und soll ab März kommerziell genutzt werden.
Die Europäische Gruppe der Regulierungsbehörden für nukleare Sicherheit (European Nuclear Safety Regulators Group, ENSREG) ist diese Woche in Belarus im Einsatz, um sich ein Bild über den Zustand des Kraftwerks zu machen. Ein Bericht soll in den kommenden Monaten veröffentlicht werden.
 
 
Hierzu kommentiert die Europaabgeordnete Jutta Paulus, Mitglied im Umweltausschuss und stellvertretendes Mitglied im Industrieausschuss:
 
„Solange nicht alle Sicherheitsbedenken zum belarussischen Atomkraftwerk Ostrovets ausgeräumt wurden, darf es nicht in den kommerziellen Betrieb gehen. Ich erwarte von der Europäischen Kommission, dass sie auf der vollständigen Umsetzung der Empfehlungen der durchgeführten Stresstests besteht. Für Atomkraftwerke, egal ob innerhalb oder außerhalb der Europäischen Union, darf es keinen Sicherheitsrabatt geben! Deshalb müssen Kraftwerke, die die nötigen Sicherheitsanforderungen nicht mehr erfüllen, auch umgehend abgeschaltet werden. Das Spiel mit dem nuklearen Feuer darf nicht zur Katastrophe für unsere Bürgerinnen und Bürger werden.“