PRESSEMITTEILUNG: Luftqualität in Europa muss schneller besser werden

PRESSEMITTEILUNG, Montag, 23. November 2020 – Brüssel

Luftqualität in Europa muss schneller besser werden
 
Soeben hat die Europäische Umweltagentur ihren neuen Bericht zur Luftqualität in Europa veröffentlicht. In diesem kommt sie zum Schluss, dass die Schadstoffkonzentrationen in Europas Luft zwischen 2009 und 2018 insgesamt leicht zurückgegangen sind. Es gebe aber Unterschiede zwischen den Sektoren. Gerade in der Landwirtschaft und bei privaten Heizungen brauche es mehr Anstrengungen.
 
Hierzu kommentiert die grüne Europaabgeordnete Jutta Paulus:
 
„Luftverschmutzung bleibt eine der größten umweltbedingten Gesundheitsgefahren für uns Menschen in Europa. Gerade Feinstaub kann zu Folgeerkrankungen wie auch schweren Verläufen im Rahmen einer Covid-19-Erkrankung führen. Es ist gut, dass die Schadstoffkonzentrationen in Europa zurückgehen. EU-Grenzwerte sind dabei elementar. So ist die Belastung durch Stickoxide (NOx) stark zurückgegangen, damit konnten 30.000 vorzeitige Todesfälle vermieden werden – das sind so viele Menschen wie jährlich auf Europas Straßen sterben.
 
Ich begrüße die Ankündigung von Kommissar Sinkevičius, im neuen Jahr einen Aktionsplan für saubere Luft vorzulegen und das bestehende EU-Recht zur Luftreinheit 2022 anzupassen. Denn immer wieder muss der Europäische Gerichtshof einzelnen EU-Staaten auf die Finger klopfen, weil sie trotz zu hoher Schadstoffwerte untätig bleiben und geltendes EU-Recht nicht umsetzen. Dazu kommt, dass die derzeitigen Grenzwerte nicht den aktuellen wissenschaftlichen Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation entsprechen, vor allem bei Feinstaub.“